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Informatikunterricht und E-Learning zur aktiven Mitwirkung am digitalen Medienumbruch

Kurzinfo

Seit Juni 2005 wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Sonderforschungsbereichs / Kulturwissenschaftliches Forschungskolleg 615 "Medienumbrüche" als Teilprojekt A8 gefördert. Ziel der Arbeit im Projekt ist die Erforschung von kognitiven Zugängen zum Phänomen des digitalen Medienumbruchs. Aufbauend auf eine theoretische Untersuchung sollen konkrete Bildungsangebote für die Schulinformatik und die betriebliche Weiterbildung erstellt werden.

Forschung

Die Forschungsergebnisse sollen sich deshalb auf drei Schwerpunkte konzentrieren:

  1. Strukturen des Internet,
  2. Kommunikationsbeziehungen im Internet,
  3. Informationssicherheit im Internet.
In einem ersten Schritt sind die kognitiven und konstruktivistischen Anforderungen der Mediensysteme und -prozesse in den Schwerpunkten A-C zu untersuchen. Darauf aufbauend sind die Strukturierbarkeit und Digitalisierbarkeit von Bildungsangeboten in diesen Schwerpunkten zu erforschen. Die Evaluation der Bildungsangebote erfolgt projektbegleitend. Prüfkriterium ist, ob die Lernenden mit dem erworbenen Wissen typische Problemstellungen der Wissensgesellschaft lösen können. >>

E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung

Informatikunterricht

Es wurde bisher nicht erforscht, was E-Learning-Module zur Vermittlung und Aneignung von Wissen zu Medienumbrüchen leisten können.
Die traditionellen Berufsfelder unterliegen einem stürmischen Wandel unter dem Einfluss der digitalen Medien. Deshalb reicht das Quellenstudium der Ausbildungs- und Prüfungsdokumente nicht aus. Es muss ergänzt werden durch empirische Erhebungen:
  • quantitative Studien (statistische Auswertung von Fragebögen),
  • qualitative Studien (narrative Interviews nach Gesprächsleitfaden).
Die quantitativen Studien ermöglichen die Clusterung von typischen Anwendungsprofilen. Die qualitativen Studien werden zur Erkundung von Kompetenzen und Relationen zwischen ihnen eingesetzt. Befragt werden sollen Personen, die in den Unternehmen für die Auswahl des Personals zuständig sind. Da das Teilprojekt auf vertiefte Medienkompetenz zielt, eignen sich alle Branchen, die nicht zum engeren IT-Berufsfeld zählen. Deshalb werden die qualitativen Studien breit angelegt. Aus Kapazitätsgründen muss für die Interviews eine Auswahl erfolgen. Kriterien dafür sollen sein:
  • Beide Geschlechter sind im Berufsfeld tätig.
  • Ein Weiterbildungsbedarf zu den Schwerpunkten A-C liegt im Berufsfeld vor.
Die Anwendungsprofile und Kompetenzen sind erforderlich für die didaktische Diskussion der Ziele und Inhalte des Informatikunterrichts und der E-Learning-Angebote. >>
Bei Untersuchungen zur Medienkompetenz zeigten deutsche Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich Schwierigkeiten, obwohl ihr Interesse am Computer überdurchschnittlich war. Seit Jahren besteht die Forderung, dass auch der Informatikunterricht einen Beitrag zur Entwicklung von Medienkompetenzen leisten soll. Es fehlt jedoch ein umfassendes Konzept, das sowohl Ergebnis wissenschaftlicher Forschung ist als auch die Möglichkeit zur direkten Umsetzung in Unterricht bietet.
Im Rahmen des Konzepts zur Medienbildung für die Sekundarstufe II sollen Lernziele und -gegenstände mit den Themenschwerpunkten A-C betrachtet werden. Zur didaktischen Repräsentation soll das Konzept des Didaktischen Systems auf seine Eignung geprüft und gegebenenfalls für ein Didaktisches System "Internetworking" weiterentwickelt werden. >>

Kooperationen

Publikationen

Veranstaltungen