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Lernzielgraphen objektorientierter Modellierung in der Unterstufe des Gymnasiums

Markus Steinert, geb. Schneider (Didaktik der Informatik, TU München)

Lernziele werden in den Zeiten eines schüler- und handlungsorientierten Unterrichts häufig als anachronistisch angesehen, stehen sie doch für einen vom Lehrer dominierten Frontalunterricht. Dies mag für Fachdisziplinen, in denen die Kerninhalte in einem generationenübergreifenden Prozess didaktisch geformt wurden, richtig sein. In der Informatik stehen wir jedoch vor einer völlig anderen Situation: "Alles fließt"! Die Lehrpläne an Schulen wie auch die Modulbeschreibungen von Vorlesungen im Hochschulbereich weisen inhaltlich mitunter erheblich Unterschiede auf. Das deutet darauf hin, dass das Bild der Informatik, d.h. die wesentlichen Inhalte, ihre fachlichen und didaktischen Beziehungen, im Moment noch nicht gefestigt sind. Auch die gegenwärtig vorhandenen Klassifizierungen der Informatik beheben dieses Problem aus didaktischer Sicht nur bedingt; insbesondere zeigt sich bei derartigen Klassifizierungen deutlich das Problem eines zu gering ausgeprägten Bezugs zum praktischen Unterricht.

Die vorliegende Arbeit stellt am Beispiel der objektorientierten Modellierung in der Unterstufe des Gymnasiums eine Methode vor, wie durch Analyse konkreter Unterrichtsbausteine ein Lernzielgraph gewonnen werden kann, der die expliziten und impliziten Lernziele sowie die Beziehungen zwischen diesen Lernzielen angibt. Anschließend wird, ebenfalls exemplarisch, gezeigt wie durch Synthese mehrerer spezieller Lernzielgraphen der Graph einer umfangreicheren Lerneinheit gewonnen werden kann. Den Abschluss bildet die Lernzielerfolgsanalyse, in der die Leistung der Schüler in den verschiedenen Lernzielen diskutiert wird.

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