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Informatikunterricht zu "Internetworking" in der Sekundarstufe II – eine Schulperspektive

Wolfgang Kempf (Gymnasium Auf der Morgenröthe, Siegen-Niederschelden)

Im Rahmen einer Forschungskooperation zwischen dem Gymnasium Auf der Morgenröthe und der Universität Siegen wurden seit 2005 insgesamt drei Unterrichtsprojekte im Informatikunterricht in der Sekundarstufe II durchgeführt. Ziel aus Sicht der Schule war es, netzartig organisierte Informationssysteme zu thematisieren, was einen starken Bezug zu den Alltagserfahrungen der SchülerInnen gewährleistet. Es hat sich gezeigt, dass - ausgehend von der Betrachtung des lokalen (Schul-)Netzes - die Analyse der Struktur und Arbeitsweise des Internets mehrere Aspekte des Lehrplans aufgreift, wobei insbesondere die Bedeutung der Protokolle deutlich wird. Dabei wurden Softwarewerkzeuge eingesetzt, die unter besonderer Berücksichtigung der notwendigen didaktischen Reduktion von der Uni Siegen (Lehrstuhl Didaktik der Informatik und E-Learning) speziell für diese Thematik entwickelt wurden. Dadurch wurde es den SchülerInnen ermöglicht, u.a. kleinere Netze mit den wesentlichen Komponenten eigenständig zu modellieren.

Darüber hinaus wird in dem Vortrag die Kooperation in Form gemeinsamer Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts kritisch diskutiert. Besonders herauszuheben ist dazu, dass diese Form der Kooperation für beide Seiten eine besonders interessante Arbeitsphase war, weil damit eine enge Verzahnung von Forschung und Unterrichtspraxis möglich wurde.