

Ein innovatives Konzept für ein "Entwurfs- und Anwendungspraktikum Mikrosysteme "
Rainer Brück (Universität Siegen)
Die Welt des beginnenden 3. Jahrtausends ist besonders gekennzeichnet durch den zunehmenden Einsatz mobiler Kommunikationsgeräte in allen Bereichen des alltäglichen Lebens. Diese Systeme verfügen zunehmend über komplexe Funktionen, die sich durch ein intelligentes Zusammenspiel von Sensorik, Aktorik und Rechenfunktionen auszeichnen. Solche eingebetteten Mikrosysteme führen damit zu einer erweiterten Sichtweise von Informatiksystemen, die sie dadurch auszeichnen, dass die eigentliche Rechnerfunktionalität zugunsten der Gesamtfunktion zurücktritt und dass Hardwarefunktionen nun eine wesentliche Rolle spielen, die explizit zutage tritt. Um in der Hochschullehre einen verstärkten Lebensweltbezug zu erzielen, ist diesem Umstand Rechnung zu tragen. Ein geeigneter Ort, Studierenden die technischen Aspekte eingebetteter Mikrosysteme zu vermitteln, ist das in den ersten Semestern der meisten Informatikstudiengänge angebotene Hardwarepraktikum. In seiner "klassischen" Konzeption wird dieses jedoch als schwierig, langweilig und wenig lebensnah empfunden. Der vorliegende Artikel beschreibt ein Konzept, diese Probleme durch Übergang zu einer neuen Form des Praktikums, das eingebettete Mikrosysteme zum zentralen Inhalt macht, zu lösen.
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