

Termin:
26.04.2005
15°° - 17°° Uhr
Raum H A - 7117
Frau Siglinde Voß:
Studium und Erwerb der Fakultas in Mathematik und Physik 1983-1988 an der Universität Regensburg
Studium Informatik und Erwerb der Fakultas Informatik 1999-2001 an der TU München
Seit Februar 1991: Lehrerin für Mathematik, Physik, Informatik am Gymnasium Immenstadt
Seit September 2003: Teilabordnung als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Didaktik der Informatik an der TU München
Referentin für Informatik auf überregionaler Ebene an der Akademie in Dillingen
System- und Fachbetreuerin in Informatik
Seminar "Didaktik der Informatik in Forschung und Bildung - DIFB" Informatikunterricht versus Softwareschulung?
Anwenderorientierte Schulungen für Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- oder Präsentationssoftware gewinnen mit steigender Komplexität dieser Werkzeuge zunehmende Bedeutung. Die Forderungen nach standardisierten Lizensierungen, wie beispielsweise dem ECDL („Europäischer Computerführerschein“) von Seiten der Industrie und Wirtschaft zeigen, dass auf dem Arbeitsmarkt vermehrt fundierte und nachhaltige informatische Kompetenzen gefordert werden.Der Vortrag will aufzeigen, dass informatische Bildung und Softwareschulung kein Gegensatz sein müssen. Sowohl im Schulunterricht Informatik als auch in der beruflichen Weiterbildung ist die Vermittlung informatischer Fachkonzepte mittels Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationssystemen möglich. Dabei werden Dokumentstrukturen vermittelt, die im Gegensatz zu den schnelllebigen Benutzeroberflächen längerfristig Bestand haben.
Im Schulunterricht Informatik können diese Systeme auf der einen Seite genutzt werden, informatische Strukturen zu identifizieren und zu analysieren. Die Prinzipien der objektorientierten, zustandsorientierten bzw. funktionalen Modellierung werden am konkreten Anwendersystem entdeckt und verstanden. Andererseits werden mit Hilfe der erlernten Modellierungstechniken elektronische Dokumente konstruiert und entworfen, das Modell wird dann umgesetzt und dadurch am konkreten System simuliert.
In der beruflichen Weiterbildung kann man von den Teilnehmern keine informatische Vorbildung erwarten. Der didaktischen Reduktion kommt daher eine wichtige Bedeutung zu. Graphische Repräsentationen informatischer Modelle werden genutzt, den Anwendern ein anschauliches Hilfsmittel bereitzustellen, die helfen, die Arbeitsweise moderner Softwaresysteme zu verstehen. Im Vordergrund steht eine deskriptive Modellierung, deren Ziel vornehmlich die Veranschaulichung der Dokumentstruktur ist. Sie soll den Anwender unterstützen, elektronische Dokumente effizient zu entwerfen und zu gestalten bzw. Mängel zielgerichtet zu beheben und damit Probleme in der täglichen Berufspraxis zu bewältigen.
Der Vortrag stellt einige Unterrichtskonzepte und –inhalte für den Schulunterricht bzw. für Anwenderschulungen vor und berichtet über gewonnene Erfahrungen bei der Umsetzung.
Die Vortragsfolien befinden sich hier.

