

Einführung in die Informatik als Teil der Allgemeinbildung: warum? wie?
Prof. Dr. Jürg Nievergelt, ETH Zürich
| Termin: | Dienstag, 27. November 2001, 16-18 Uhr (s.t.) |
| Ort: | Raum 113, GB V, Campus Süd, 44227 Dortmund |
Die Mehrzahl der Bevölkerung sieht die Informatik nur via schlüsselfertigen Anwendungen, deren Bedienung man allenfalls lernen muss. Gehört ein Verständnis dafür, was hinter dem Bildschirm abläuft, zur Allgemeinbildung? Falls ja, was sind grundlegende, zeitlose Kenntnisse, die eine Einführung in die Informatik, z. B. auf Gymnasiumsstufe, vermitteln kann? Wir begründen die Ansicht, dass Grundbegriffe der Programmierung zur Allgemeinbildung gehören. Nicht wegen eines unmittelbaren Nutzens im Umgang mit Computern, sondern um das Prinzip zu verstehen, gemäß dem sie funktionieren. Spielerische Umgebungen, so einfach wie möglich konzipiert, eignen sich für diese Zielsetzung besser als komplexe professionelle Programmierumgebungen. Wir stellen Kara vor, ein Programmiersystem, das einzig auf dem Konzept des endlichen Automaten basiert. Hunderte von Anfängern haben damit innerhalb eines Tages gelernt, einfache Animationsalgorithmen zu programmieren. Mit demselben Konzept lassen sich aber auch anspruchsvolle Aufgaben im Bereich "concurrency" illustrieren.

