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Modellierung in der Schulinformatik

Vortrag von OStR Dr. rer. nat Peter Hubwieser, Didaktik der Informatik, TU München

amDienstag, den 22. Februar 2000
um14.00 Uhr
in derOtto-Hahn-Str. 16, Schullabor R. U-08

im Rahmen des Kolloquiums des Fachbereichs Informatik.

Zusammenfassung

In der Informatikdidaktik findet sich seit langem ein tragfähiger Konsens über die große Bedeutung des Modellierungsvorganges für einen allgemeinbildenden Informatikunterricht. Bei der Frage, ob überhaupt und wenn ja, dann wie man im Rahmen eines allgemeinbildenden Informatikunterricht programmieren soll, gehen die Ansichten dagegen weit auseinander. Wenn wir unter Programmierung die Implementierung von selbst erstellten Modellen und nicht bloße Kodierung nach dem Prinzip "Versuch- und Irrtum" verstehen wollen, dann stellt diese Tätigkeit wohl eine unverzichtbare Komponente des Infomatikunterrichtes dar. Bei der Umsetzung in einen Lehrplan muss man sich jedoch fragen, welche Lerninhalte man aufnehmen soll, um sicherzustellen, dass im Unterricht wirklich genügend Gewicht auf die Modellierung und Strukturierung der behandelten Probleme gelegt wird. Als Lösung bietet sich an, die Vermittlung konkreter Modellierungstechniken anstatt programmiertechnischer Details vorzuschreiben. Damit erzeugt man eine Hilfsebene zwischen der Problem- und der Implementierungsebene, die es erlaubt, alle wesentlichen Anforderungen an den Unterricht zu formulieren. Wir haben deshalb einen neuen Unterrichtsansatz entwickelt, der die Vermittlung geeigneter Modellierungstechniken zum zentralen Thema der Schulinformatik werden lässt. Dieser Weg soll hier vorgestellt werden.