

OOP in der Schule - ein kritischer Erfahrungsbericht
StD Klaus Füller, Informatiklehrer an der Lichtenberg-Schule in Kassel, Mit-Initiator des Offenen Deutschen Schulnetzes (ODS)
Zeit: Dienstag, den 12. Dezember 2000, 1600 Uhr s.t. - 1800 UhrOrt: Otto-Hahn-Straße 16, Raum 205
Objektorientierte Programmierung tritt mit großen Versprechungen an:
- OOP erlaubt es, Programme auf ,,natürliche`` Weise zu strukturieren.
- Die Steuerung der Programme mittels Ereignissen befreit vom Denken in festgelegten Abläufen und erlaubt Programme mit komplexem Verhalten.
- OOP verwendet die gleichen Grundideen wie die visuellen Benutzerschnittstellen. Es wird den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, leicht Programme mit modernen Benutzeroberflächen zu schreiben, und so den Anschein von Professionalität zu erzeugen (Produktorientierung).
- Ein objektorientierter Ansatz kann verwendet werden, um Anwendersysteme zu analysieren und neutral zu vergleichen.
In der Praxis stelle ich jedoch fest, dass überraschende Fragen auftreten, wenn ich OOP in der Schule einzusetzen versuche: Es stellen sich einfache praktische Probleme, die eingesetzten Werkzeuge und Sprachen betreffend; es kommen aber auch Fragen zum Vorschein, die den Informatikunterricht grundsätzlich betreffen. Letztere sind beispielsweise:
- Wie weit soll im Unterricht die OOP-typische Analysearbeit getrieben werden und welchen Stellenwert behält ein experimenteller Ansatz für die Programmierung?
- Welche Rolle soll die Analyse des Quellcodes im Unterricht spielen?
Weitere Information
Probleme in der Praxis: http://www.he.schule.de/~klausf/Infos99

