

Aufgabenschwierigkeit und Kompetenzdimensionen - Bildungsstandards der Theoretischen Informatik
Dipl.-Inf. RSL Kirsten Schlüter - Didaktik der Informatik - Universität Erlangen-Nürnberg
Im Fach Informatik steht die Entwicklung von Bildungsstandards und mehr noch die zugrunde liegende Kompetenzmodellierung ganz am Anfang. Bisherige Ansätze sind pragmatischer Natur und, obwohl plausibel, weder theoretisch begründet noch empirisch überprüft. Die vorzustellende Forschungsarbeit wendet sich einem klassischen Gebiet der Informatik zu, der Theoretischen Informatik, die einige Denkweisen und Kalküle, wie die Logik, mit der Mathematik teilt. Am Beispiel der Theoretischen Informatik soll beschrieben werden, wie Kompetenz systematisch modelliert werden kann, indem der Kompetenzanspruch von Aufgaben auf möglichst einfache und isolierte Merkmale zurückgeführt wird. Solche charakterisierenden Aufgabenmerkmale können die Redundanz der Aufgabenstellung oder die Lernzielstufe, etwa nach Roth Reproduktion, Reorganisation, Transfer und Problemlösen, sein.
Die Konzeption des Vorhabens wird dargestellt, zunächst die Klassifizierung von Aufgaben nach den charakterisierenden Merkmalen, daraus die Generierung von Hypothesen über die Bündelung korrelierender Merkmale zu Kompetenzdimensionen, der Entwurf einer empirische Studie, deren statistische Auswertung und gegebenenfalls die Identifikation typischer Kompetenzprofile. Die Vision ist, Erkenntnisse über die Struktur eines Kompetenzmodells zu gewinnen und innerhalb des Modells ein Instrument zu entwickeln, das eine individuelle Kompetenzdiagnose und Rückmeldung über Stärken und Schwächen leistet.
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